Geschichte

1929 - Unternehmensgründung mit großer Bewährungsprobe.

Im April gründete Fritz Bergmann einen der ersten Lohnlast- Kraftwagen-Betriebe in Göritzhain (Sachsen). Kurz darauf meisterte er den Beginn der Weltwirtschaftskrise, den „Schwarzen Freitag“ am 25.10.1929, sowie die darauffolgenden, schweren Jahre.

1942 - Not macht erfinderisch: Torf spendet Wärme und sichert Zukunft.

Aufgrund der Rohstoff-Knappheit im 2. Weltkrieg produziert Friedrich Bergmann im Ziegelwerk Lunzenau Torfsteine. Eine lebensrettende Entscheidung, denn im extrem kalten Winter 1945 wurden im Kreis Rochlitz notgedrungen viele Wärmestuben eingerichtet und mit den Torfsteinen beheizt.

1949 - Beginn der Planwirtschaft und Entwicklung zum Betonwerk.

Mit Gründung der DDR am 7. Oktober wird das kommunistische Wirtschaftssystem etabliert. Im Ergebnis wird das einstige Torfziegelwerk bis Anfang der 1960er Jahre zum Betonwerk.

1960 - Staatlicher Beteiligung und Mangelware in Handarbeit.

Die Sand- und Betonwerke Friedrich Bergmann erreicht die erste Verstaatlichungswelle. Von nun an arbeitet das Unternehmen unter staatlicher Beteiligung. In Handarbeit gefertigt wird die zu derzeit dringend benötigten Schachtringe und Konen als wesentliches Produkt der Sand- und Betonwerke.

1970 - Enteignung des Familien-Unternehmens und Verstaatlichung.

Das Unternehmen wird zwangsweise verstaatlicht. In diesem Zuge wird die Familie Bergmann komplett enteignet. Die bisher produzierten Betonfertigteile werden nun im Staatsbetrieb hergestellt.

1990 - Die Chance zur Fortführung der Unternehmenstradition.

Mit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober erkennt Dipl.-Ing. Martin F. Bergmann die Chance, das Erbe seines Vaters fortzuführen in dem er das Unternehmen reprivatisiert. Der bisherige Abteilungsleiter für die Produktionsvorbereitung verlässt den VEB Papierfabrik Penig, um sein neues altes Unternehmen aufzubauen.

1991 - Ostdeutscher Bauboom erleichtert Start in die Marktwirtschaft.

Am 4. März beginnt die reprivatisierte Sand und Betonwerk Friedrich Bergmann GmbH ihre Arbeit. Bereits am 1. April wird der erste Betonring gefertigt. Schon nach kurzer Zeit liefert das Unternehmen die im Tief- und Straßenbau benötigten Betonfertigteile.

1994 - Neuer Standort und neues Betonwerk.

Martin F. Bergmann investiert insgesamt 15 Mio. DM, um das alte Werk durch ein modernes abzulösen. Am 26. März ist die Grundsteinlegung in Wernsdorf, dem neuen Gewerbegebiet der Stadt Penig. Der erste Beton verlässt am 11. August das neu entstandene Werk.

1996 - Eigene Sand- und Kiesförderung ist der Schritt zur Bergmann Gruppe.

Zur Erweiterung des Angebots für die Baubranche wird die Sand und Recycling GmbH in Lunzenau gegründet. In der unternehmenseigenen Grube werden hochwertige Sande und Kiese gefördert, die teilweise in die Beton-Produktion einfließen. Zugleich werden hier Baustoffe recycelt, um Frostschutz-Materialien zu gewinnen. Dieser neue Zweig ist der erste Schritt hin zur Bergmann Gruppe.

1997 - Vorhandenes Wissen wird Einstieg in die Umwelttechnologie.

Martin F. Bergmann ist Diplom-Ingenieur für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung. Ausgehend von diesem Wissen und seinen Erfahrungen beginnt er, die Bergmann Gruppe zum Umwelttechnologie-Anbieter auszubauen. Dafür wird am 19. Juni die Martin Bergmann Umwelttechnik gegründet. Das Unternehmen widmet sich der Erforschung und Entwicklung von neuen Methoden für die dezentrale Abwasserbehandlung.

2002 - Eigene Technologie ist revolutionäre Klärlösung.

Nach fünf Jahren Entwicklungszeit ist das eigene Klärverfahren in jeder Hinsicht ausgereift. Das Ergebnis ist WSB® clean – die Kläranlage mit der High Tech eines Baches. Mit ihrem bionischen Wirkprinzip ist die vollbiologische Abwasseraufbereitungstechnologie besonders leistungsstark und effizient. Für die Projektierung, die Planung, den Bau, die Montage und den Service der revolutionären Anlagen wird die Bergmann clean Abwassertechnik GmbH gegründet.

2007 - Bergmann AG entsteht für internationale Markterschließung.

Die Unternehmen Bergmann Gruppe firmieren fortan unter dem Dach der Bergmann AG. Mit der Struktur werden nationale und internationale Kooperationspartner und Investoren angesprochen.

2008 - Über 25.000 WSB® clean - Anlagen im weltweiten Einsatz.

Im Verlauf des Jahres wird die weltweit 25.000ste WSB® clean Klärlösung installiert. Immer mehr Nationen setzen auf die wegweisende Technologie, um ihre Wasser-Ressourcen nachhaltig zu sichern. (Deshalb entwickelt die Bergmann Gruppe das Verfahren kontinuierlich weiter, um für immer vielfältiger werdende Herausforderungen die passenden Lösungen bereitzustellen.

2011 - Doppeljubiläum

Am 27. April würdigt die Bergmann Gruppe den 20. Jahrestag ihrer Reprivatisierung. Parallel feiert Martin F. Bergmann seinen 60. Geburtstag. Mittlerweile ist WSB® clean über 35.000 Mal im Einsatz und erhält zudem die Zulassung für Nordamerika. Die Weichen für weitere Erfolge sind gestellt.

2014 - Die 50.000ste Anlage

50.000 WSB® clean - Anlagen in 25 Ländern sind zu unterschiedlichsten Bedingungen im Einsatz: die Höchste liegt in 2400m Höhe über Normal-Null, die niedrigste bei 600m unter N. N. und trotz gegensätzlicher Temperaturunterschiede wie in der Mongolei bis -40°C und in Saudi-Arabien bis +50°C leisten unsere Anlagen zuverlässigen Umweltschutz. Hinzu kommt die Verschmelzung der zu Beginn reprivatisierten Sand und Betonwerk Friedrich Bergmann GmbH mit der Bergmann clean Abwassertechnik GmbH zur Beton + Abwassertechnik GmbH

2016 - Generationswechsel

25 Jahre nach der Reprivatisierung wird der Staffelstab erfolgreich übergeben! Der Generationswechsel an der Unternehmensspitze der Bergmann Gruppe ist vollzogen und Martin F. Bergmann übergibt mit seiner Frau Rosmarie symbolisch den Staffelstab an Sohn Lars Bergmann. Das Familienunternehmen feiert mit 200 Gästen, darunter Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Umweltminister Thomas Schmidt sowie der Botschafterin der Republik Slowenien Marta Kos Marko, zudem sich das Betriebsjubiläum 25 Jahre nach der Reprivatisierung und den 25. Jahrestag der Unabhängigkeit Sloweniens jährt.